[E]lektroJung[E]

Digitales Tagebuch / 2004 - ?

Monat: Juli 2009

Hey, Moustache-Boy!

Nina hat mir ja schonmal vor eine Jahr gesagt, dass sie mich gerne mal mit einem gepflegten Schnauzbart sehen würde.

Gerade wächst das schwarze Stroh so in meinem Gesicht vor sich hin und nach 2 Tagen schon schaut der ganz ordentlich aus.

Foto gibt es demnächst.

Solange verweise ich mal auf ein Musikvideo mit lustiger Geschicht, cooler Video-Szene bei 1:20min und der obligatorischen, „ich-muss-gleich-kotzen“-Szene (welche wohl).

Lustiger finde ich folgendes Video,  insbesondere weil der Sprecher wie einer dieser Sprecher aus den Englisch-Lernbüchern aus der Schule klingt.

meine morgendliche Kaffee-Masochismus-Prozedur

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Ich stehe ja morgens meistens irgendwann zwischen halb 7 und halb 8 auf. Gut, heute erst um 8, aber dafür durfte ich auch eine Klausur schrieben.

So, jedenfalls mache ich jeden Morgen, bevor ich gehe, für Nina die Kaffeemaschine an, damit sie morgens, wenn sie aufwacht vom Kaffeeduft in die Küche geleitet wird und dort eine Kanne leckeren, frischen, heißen Kaffee vorfindet.

Jeden Morgen, wenn ich den Rucksack aufsetzt und vom Schreibtisch (dort befindet sich der Rucksack meistens) zur Wohnungstüre laufe, komme ich an der Küchentüre vorbei. Da die eigentlich immer (außer, wenn Audrey durch die Wohnung rennt) offen steht, weht natürlich auch mir der leckere Kaffeeduft in die Nase.

Da wir leider keine funktionstüchtige Kaffeekanne, einen Kaffeebecherwarmhaltebecher, oder sonstwas besitzen (es kam mit unserer Thermoskanne zu einem tragischen, scherbenreichen Unfall auf dem Herrenberg), kann ich mir keinen mitnehmen.

Diese Kaffeeentzug-Schmerzen. Jeden Morgen. Ich Masochist. 😉

Musik am Morgen

  • Leila K. – Ca blame pour moi
  • Ashbury Heigts – Morningstar in a Black Car
  • Depeche Mode – Wrong
  • Ascii Disko – Straßen (DJ Icon Remix)
  • Apoptygma Berzerk – Shine On
  • Death In June – My Black Diaries
  • Deine Lakaien – The Night of Love
  • Mediengruppe Telekommander – Kommanda

Schlossplatzkinochinesisch

Ich sitze mit Nina auf dem Schlossplatz, futter Frühlingsrollen, trinke mit ihr eine Flasche Wasser, es ist windig. Nina trägt die Haare offen und sieht wudnervoll aus. Der Wind macht sie verrückt, weil er ihre Haare verweht, und mich, weil ihre Haare so schön aussehen.

Der Tabak in meiner Pfeife schmeckt besonders lecker, sie trägt ihr Geburtstagsgeschenk (was mit etwas mehr bedeutet, als ich zugeben möchte ^^), ************************************** (Nina, ich schreib dir auf Nachfrage, was hier steht ^^) und  als uns die Menschen auf dem Schlossplatz zu viel werden spazieren wir ein wenig in Richtung Staatstheater, dort ist es ruhiger und auch sehr schön. Die Enten liegen schlafend am „Ufer“ des großen Teiches vor dem Staatstheater, wie kleine Boote die man an den Strand gezogen hat. Ein Kind spielt am Wasser – wie ungeheurlich! (;-)) – und die Mami geht mit einer anderen Mami und Kinderwagen spezieren. Stuttgart im Sommer kann wirklich schön sein. Allerdings auch verdammt heiß und stickig.

Wir laufen zum Gloria rüber und warten auf Sanna und Alex.

Der Film danach ist natürlich toll. =)))) -> Harry Potter 6!

Harry Potter 6 – eine Kurzkritik (SPOILER!!!!!)

ich war mit Nina und einem befreundeten Pärchen im Kino. Harry Potter & der Halbblutprinz. In der Premierenveranstaltung am 15.7. (Mittwoch) im Gloria 1 in Stuttgart.

Ich bin ja nicht der große Kritikenschreiber, allerdings möchte ich doch ein paar Worte loswerden.

Der Film ist gut. Folgendes ist mir aufgefallen:

  • das Erzähltempo ist langsamer als in den ersten 5 Filmen, was dem Film allerdings  sehr gut tut, so bleibt mehr Raum für Gefühle und Charakterentwicklungen
  • natürlich fehlen Details, wurde hie und da etwas uminterpretiert, allerdings finde ich, dass sich die Verantwortlichen hier keinen großen Patzer geleistet haben. Die ersten 10 Filmminuten sind natürlich nur dazu da um a) zu zeigen, dass sie gute Spezialeffekte können und b) jedem klar zu machen, dass der dunkle Lord wieder da ist.
  • die Düsternis des Buches hat der Film sehr gut eingefangen und auch die Rückkehr Voldemorts krabbelt einem wie ein eisiger Schauer immer wieder über meinen Rücken, obwohl er selbst so gut wie nicht vorkommt
  • die Szene als das Haus der Weasleys angegriffen wird hätten sie sich sparen können
  • Emma Watson, RON, DRACO, Alan Rickman und der …… spielen hervorragend, besonders der junge Lord Voldemort ist unglaublich, auch die Figur des Draco Malfoy bekommt durch X Darstellung in diesem Film noch mehr Tiefe (endlich) und zu Alan Rickman muss man ja nichts mehr sagen, oder?! Daniel Radcliff kann das Niveau der anderen leider nicht ganz halten und wirkt für mich irgendwie „verloren“ zwischen den anderen Charakteren. Oder war das im Buch vielleicht auch so? Ich muss es einfach nochmal lesen. 😉 mache ich sowieso ^^.
  • Ginnys und Harrys Beziehung kommt zu kurz. Es ist zwar viel Geknutsche im Film zu sehen, aber hauptsächlich bei Ron, bei Harry und Ginny wird lediglich die Annäherung aneinander und die Schüchternheit dargestellt, das aber sehr gut. Wobei mir nun, da ich dies jetzt schreibe, eher so ist, als wäre die Beziehung zischen Harry und Ginny ausführlich genug, die Rolle von Ginny aber noch nicht klar genug herausgestellt. Für mich war sie im Buch nämlich ab dem 6. Band eine gleichwertige Hauptfigur neben Harry, Ron und Hermine. Das war sie im Film noch nicht. Aber hey, ich meckere hier auf verdammt hohem Niveau
  • einen kleinen Negativpunkt habe ich noch: die Szene, in der Snape Harry erklärt, dass er der Halbblutprinz ist, besteht aus 3 Sätzen, da hätte man mehr machen müssen, alleine schon wegen Alan Rickman 😉

So, nun aber mal die Positiven neben der schauspielerischen Leistung, dies ist hier ja kein Verriß:

  • Die Szene in der Ron den Liebestrank abbekommt ist einfach herrlich
  • Hermine sitzt weinend auf der Treppe, einfach super gespielt, eingefangen und umgesetzt!!
  • die düstere Stimmung des Buches
  • die Gesichter der Charaktere, wie sie sich im Laufe des Films verändern, als Beispiel sei McGonagall nach Dumbledores Tod genannt
  • die Szene in der Dumbledore stirbt, die Bilder, die Musik, die Schauspieler, einfach alles…toll!
  • die Szene am unterirdischen See, hier konnten die SE-Menschen nochmal richtig zeigen, was abgeht und: die Szene mit Dumbledore kam mir heftiger vor als im Buch, super!!! Absolute Gänsehaut.
  • die Schlusszene auf dem Tor. Tolles Panorama. Wenn man es nicht besser wüsste, man würde meinen, es wäre wirklich. Leider fehlt hier für mich Ginny.

Don’t Panic

Ich habe am kommenden Dienstag meine erste Klausur. Projektmanagement. Und dann geht es am kommenden Freitag richtig rund. 6 Klausuren in 6 Tagen. Folglich bin ich gerade schwer dabei Stoff zu lernen und Lücken zu füllen. Vor kurzem habe ich mir einen Lernplan gemacht, an den ich mich sogar bisher zu 90% gehalten habe =).

Die Lernpläne habe habe ich hinter dem Schreibtisch an die Wand gepinnt. Insgesamt sind es 4 Blätter. Dazwischen habe ich in „freundlichen großen Lettern“ (wer Zitate erkennt, darf mir einen Kommentar schreiben) die Worte „DON’T PANIC“ geschrieben. Mein Motto sozusagen. =) Mit verschiedenen bunten Filzstiften. Die Pläne samt Motto habe ich jetzt immer im Rücken, wenn ich am Schreibtisch sitze und lerne. das fühlt sich gut an. Es gibt mir ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle über das Prüfungsmonster. Noch ist es kein blaues Flauschemonster, aber sein Bauchfell ist schon jetzt nicht mehr ganz so struppig wie früher. 😉

Lernaben(d)teuer (vom 1.7.)

Dienstag. Sommer. DH war anstrengend. Nach einer Erholungsphase sitze ich am Schreibtisch, das Laptop auf dem Tisch, Bits, Bytes, Zahlen und Wortkolonnen auf dem Bildschirm. Anstrengend, aber es macht irrsinnig Spaß =)).

Ich schaue auf, neben dem Compi (wer kennt diese Abkürzung? Wer? ^^)  steht eine Essens- bzw. Flüssigkeitsration, die Nina da hingestellt hat und noch eine Tasse Koffeininfusion. Tini hat mir per Mail aus Augsburg einen schönen Abend gewünscht.

Ich sehe aus dem Fenster, die Abendsonne (es ist irgendwas um 9 rum) scheint mit voller Macht auf unseren Balkon (mit dem Luxusblick) und  in unser Wohnzimmer. Durch die Balkontüre wabert warme, frische, nicht zu heiße Abendsommerluft bis zu mir an den Schreibtisch. Draußen sieht es sehr schön aus. Ich spiele mit dem Gedanken nicht weiter zu lernen und stattdessen mit einem Bier und einer Pfeife auf den Balkon zu sitzen. Ich verwerfe das, schließlich ist in einer Woche meine erste Prüfung und auch sonst ist diese Woche härter als sonst, weshalb ich mich dazu entschließe doch zu lernen.

Ich blicke auf unser Sofa, wo Nina es sich gemütlich gemacht hat und fern sieht. Sie schaut sehr schön aus, friedlich, sie schaut zu mit rüber und lächelt. Ich lächle zurück und die Schmetterlinge schwärmen einmal von Kopf bis Fuß durch mich.

Ja, ich habe einen schönen Sommerabend.

Computerspiele

Nina und ich spielen gerade ein neues Computerspiel. Es heißt „Edna bricht aus“. Es ist ein ziemlich irres Point&Click-Adventure in 2D, das letztes Jahr auf den Markt kam und schon mehrere Preise gewonnen hat. =)

Man spielt Edna, einen Teenager mit ganz offensichtlich „alternativer“ Vergangenheit, die in einer Gummizelle aufwacht, nicht weiß wieso sie dort ist und mit ihrem sprechenden blauen Stoffhasen „Harvey“ versucht abzuhauen.

Schräg, manchmal teuflisch schwer und sehr lustig. Nina und ich wechseln uns ab und sind total scharf drauf.=)

Hier mal eine kleine Kostprobe:

Harvey: „oh….Miss Psychisch-Gestört-September…..*schmacht*“

Prof. Knock: „Angrifff der Flugsaurier!!!….oh…du bist es Edna!“ (das ganze mit amerik. Akzent)

Edna: „*cornflakesfutter*…..hm……Bauschaum mit Zucker……und dann erst das Zischen, wenn es den Zahnschmelz anlöst“

Bahnfahren mit Fritz, Yoko, Theo und Freddy

Ich sitze in der Bahn und beobachte die Menschen in meiner Umgebung.

Ich vergebe spontan Spitznamen an alle:

LINKS

Fritz „ich esse kleiner Kinder zum Frühstück“ Müller:
er fährt gerade auf eine Baustelle und hat einen ganz schlechten Tag. Seine misantrophe Ader hat heute die Oberhand gewonnen.

Yoko Ono:
sie erholt sich gerade mit einer Meditation und hofft als Osterhase wiedergeboren zu werden.

Theodor von und zu Gutenzwerg
er hat sich unsterblich in die Geldkassette in seiner Aktentasche verliebt. Es ist seine 20.000 Geldkasette. Er hat es nicht so mit langfristigen Beziehungen. Aber seine Anzüge. Teuer und unsagbar hässlich.

Freddy „ich wäre so gerne böse“ Krüger
Hat Komplexe wegen seiner langen Fingernägel, die mit unsagbarer Geschwindigkeit wachsen. Deshalb vergräbt er seine Hände in seiner auf Hüfthöhe hängenden Baggy-Hose. Die Aknecreme funktioniert leider auch nicht so recht. Aber dieser böse Blick. Angsteinflösend.

Zuerst wollte ich mir nur Namen überlegen. Dann habe ich mir einfach etwas mehr zusammengesponnen. Mit den realen Personen, die hier in der Bahn sitzen hat das dann nicht mehr so viel zu tun. Höchstens, dass Fritz böse schaut, Theodor sich für sehr toll hält, Freddy seine Hände in den Hosentaschen hat und Yoko aus Asien stammt.

Jetzt bin ich wach und kann dier Powerpoint-Präsentation in aller Ruhe durchschauen, die ich nachher halten muss.

Alltagsbeobachtungen

Ich sitze im Bus zum Bahnhof. Faultiere des Jahres müssen ihren Titel verteidigen und täglich beweisen, dass sie den Titel zu Recht tragen. Deshalb fahre ich morgens so oft ich kann den Kilometer zum Bahnhof, obwohl ich Ihn natürlich auch laufen könnte.

Im Bus setze ich mich nach hinten, vorne ist alles belegt. In der letzten Reihe sitzt eine Schülerin. Irgendwo zwischen 14 und 18. Sie hat diesen „die sehen alle irgendwie gleich aus“-Lan-Look (jaja, Vorurteile, ich weiß, aber genau darum geht es doch), inklusive Assi-Toaster-Tönungscreme-Orange-Hautfarbe. Und jetzt kommt’s sie saß im Bus und strickte.

Irgendwie passte das für mich nicht zusammen, weshalb ich jetzt, in der Bahn sitzend, über meine Beschränktheit nachdenke.

Benny, du bist wirklich beschränkt.

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