[E]lektroJung[E]

Digitales Tagebuch / 2004 - ?

Monat: März 2010

freigänger – Bad Taste (ein GastBeitrag zum Freisein-Blognetzwerk)

Ich esse gerne Fleisch. Ich trinke gerne Milch, esse Eier und halte den Verzehr für etwas natürliches, menschliches. Geht man diese geschmackliche Vorliebe rational an, so muss man ganz klar sagen, dass der Verzehr von tierischen Produkten zwar von Natur aus vorgesehen (unser Gebiss weist uns Menschen als Allesfresser aus), allerdings ist der Genuss von Kuhmilch und Fleisch ziemlich schlecht für unser Klima. Gase aus Kuhmündern und –därmen. Hat man ja schon gelesen. Also wäre es rational gesehen sinnvoll und eine Pflicht, diese Treibhausgase zu reduzieren und zu eliminieren. Hinzu kommt, dass wir auch nur mit weniger tierischen Produkten gesund genug leben. Gesünder für uns wäre, mit weniger, vielleicht sogar vegetarisch zu leben. Ich esse nach wie vor Fleisch. Allerdings reduziert, aus gesundheitlichen, finanziellen und Klimaschutzgründen.

Außerdem esse ich kein Fleisch aus dem Supermarkt mehr. Ich gehe nicht in Fastfood-Restaurants. Ich hole mein Fleisch im Biomarkt, wo es mich das 2 bis 3fache kostet. Weshalb? Ich weiß wie die Tiere gehalten werden. Sie haben keinen Platz zum schlafen und liegen, keinen Platz zum stehen, sehen kein Sonnenlicht, werden als Babies von ihren Müttern getrennt. Ich weiß, dass sie über hunderte Kilometer eingepfercht in LKWs zum Schlachter transportiert werden. Ich weiß, dass ihr Futtermittel gentechnisch verändert wird. Ich weiß, dass sie vor Angst fasst sterben. Sie sind eine Ware, wie eine kleine Schraube. Rücksicht wird nicht genommen.

Das mag dramatisch klingen. Ist es auch. Vielleicht ist es manchen Menschen egal. Mir nicht. Wenn ich einen Burger esse möchte ich, dass das Tier, das wegen mir sterben musste, glücklich war. Oder zumindest so glücklich wie möglich. Tageslicht, soziale Interaktion, Futter, das diesen Begriff verdient. Kein stundenlanger Transport zum Schlachter. Das Tier soll nicht geschlagen, getreten, misshandelt, mit Medikamenten vollgepumpt worden sein.

Das ist für mich ethisch und moralisch ein Muss. Dafür zahle ich Geld, gleich viel wie bei einem guten Metzger. Paradox eigentlich. Ich als Student, der nicht viel Geld zur Verfügung hat, kann sich das leisten, weil ich verzichte. Ich verzichte auf ein halbes Kilo Hackfleisch für 2,-€ im Supermarkt und kaufe lieber alle 2 oder 3 Wochen ein halbes Kilo für 6,-€. Nebenbei lebe ich gesünder. Gleichzeitig zahle ich einen Preis dafür, dass die Aufzucht und Schlachtung des Tieres nach einem Mindestmaß an Humanität und Würde geschieht.

Letzten Endes muss es jeder für sich selbst entscheiden, ob er mit dem Wissen leben kann, dass sein Burger voller Blut und Tränen der Tiere ist, die für seinen Genuss, seinen Luxus gelitten haben. Ich für meinen Teil habe, seit ich mich bewusst für biologisch erzeugtes Fleisch (Bioland oder Demeter, meistens Uria) entschieden habe auch schon eine Hand voll Mal bei McDonalds einen Burger gegessen. Jedes Mal war er dabei, blieb er zurück, der „bad taste“. Uneingeschränkt genossen habe ich meinen Burger seither nie, seit ich weiß, dass ich für 7,-€ statt ein Menü bei McDonalds auch 2 Steaks von glücklichen, angstfreien und wertgeschätzten Kühen kaufen kann.

[update]
Seit dem Verbot eines Greenpeace-Spots, weiß auch eine breitere Öffentlichkeit, dass der leckere Schokoriegel blutig ist, auch ein ganz klarer Fall von „bad taste“ für mich.

Zum FreiSein Geht es hier lang

Frühling…

…ist etwas Tolles. Man kann auf dem Balkon in der Sonne sitzen, den herrlichen Ausblick auf die Altstadt genießen, in Andrew Tannebaum „Modern Operating Systems“ das Kapitel über Linux lesen und in der Küche kühlt der Eistee ab.

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Respect Women, pay attention to details.

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via (irgendwas)

EDIT:

zur Erklärung, ich weiß nicht mehr genau wo ich die Grafik her habe, im Donwload-Link war leider nur die Addresse von Google.

a) ist dieser Text sexistisch und ich wollte da drauf aufmerksam machen und

b) ist er ja von seiner generellen Aussage her schon ganz lustig und wichtig

Google-Phone und Android für Datenschutzbewusste

Vor Kurzem kam ich ja über Umwege in den Besitz eines “Nexus One”-Smartphones. Besser auch als “Google-Phone” bekannt.

In den Medien wurde in den letzten Tagen ja auch ein Google-Bashing hoch 10 betrieben (Unsere Verbraucherschutzministerin und so), welches eigentlich a) lächerlich hysterisch und b)unsachlich geführt wird.

So, nun möchte ich hier nicht weiter darüber sinnieren, wie schlecht und gefährlich die Datensammelei von Google ist. Ich gehe hier mal von dem Konsens aus, dass es zumindest bedenklich ist, dass Google so viele Daten besitzt und immer mehr Daten sammelt.

Ich versuche mich der Problematik ausgehend von dem Problem her nähern, wie es sich mir gestellt hat, als ich anfing der Google-Phone zu nutzen. Ich wollte das Gerät nutzen können und dennoch die Kontrolle über meine Daten behalten. Hier meine Erfahrungen und meine “Rezepte”. Anregungen gerne in den Kommentaren =)

a) Location based services

Android selbst und zahlreiche Apps bieten Funktionalitäten mittels GPS-/WLAN-Lokation an. Find ich selbst in einigen Szenarien praktisch (Busverbindungen,…). Allerdings weiß ich ja nicht wann und wo ich geortet werde und wer mit dieser Information was macht.

Konsequenz: GPS und Lokalisation ist ausgeschalten und wird nur bei Verwendung der App angeschalten, macht 3-4 Klicks aus, ich behalte aber die Kontrolle über meine Positionsdaten.

b) Gmail und der Google-Account

Ich nutze Gmail nicht. Gmail bietet tolle Funktionen und ist IMHO der beste Webmaildienst. Allerdings gelangen hier wieder mehr Informationen in die Hände von Google. Deshalb: Anderen Maildienst nutzen.
Etwas schwieriger ist es, ohne einen Google Account mit dem Android-Phone unterwegs zu sein. Es geht im Prinzip auch ohne, ist aber kein muss, ich selbst würde sagen: macht es von der Nutzung abhängig. Wenn ihr kein Google-Account brauch. Ihr wollt kostenpflichtige Apps herunterladen können, Groups nutzen und besonders wichtig: den Kalender nutzen, so braucht ihr einen Account. Ihr müsst da aber nur eine Mailadresse angeben (okay, bei Google Checkout für die Apps braucht ihr auch mehr), also: mit privaten Daten geizen, dann ist es auch nicht schlimmer als jeder andre Login. Allerdings: wenn Ihr bei Google etwas im Netz sucht darauf achten, dass ihr nicht eingeloggt seid (geht beim Smartphone ja nicht).

c) Synchronisation mit Outlook

Ich nutze für meinen privaten Kalender MS Outlook (jaja, ich weiß…Outlook). Nun ist es natürlich praktisch diesen mit dem Kalender auf dem Smartphone zu synchronisieren. Mit den emails funktioniert das auch so, mit dem Kalender nicht. Seid kurzem gibt es dazu auch ein kostenloses Sync-Tool. Funktioniert mit Outlook 2007 auch super. Leider braucht ihr dafür einen Google-Account, da der Google Kalender als “Zwischenstation” benutzt wird. Ein direkter Sync ist meines Wissens nach nicht möglich. Es gibt allerdings andere, kostenpflichtige Apps, die das können. Mir sind die zu teuer, weshalb ich gezwungener Maßen die kostenlose Variante nutze.

d) Google Checkout

Wenn man Apps aus dem Android- Market herunterladen möchte muss sich bei “Google Checkout” registrieren und seine Kreditkartendaten hinterlegen. Ist ja nix anderes als im AppStore von Apple, ich habe mir das bisher aber gespart, da ich keine kostenpflichtigen Apps verwende. Bisher habe ich auch, abgesehen von der Outlook-Synchronisation, keine Funktionalität gefunden, die eine kostenpflichtige App benötigt hätte. Auch hier kann man sich frei entscheiden, ob man eine Einschränkung akzeptieren möchte/kann.

e) die App-Auswahl

wenn man eine App aus dem Android Market installiert, muss man der App Berechtigungen erteilen. Man wird also gefragt, ob man der App zum bsp. Zugriff auf den Standort geben möchte, oder nicht. Ich finde dieses Feature sehr hilfreich, denn man bekommt einen guten Überblick darüber, was die Anwendung für Daten erheben könnte. Ich habe schon 1-2 Apps nicht installiert, weil mir nicht schlüssig war, wieso die App eben auf meine GPS-Daten zugreifen möchte. Hier muss man sicher auch mal eine App installieren, die mehr Funktionen benötigt als man eigentlich erlauben möchte, aber auch hier kommt es auf den Nutzer und seine Bedürfnisse an.

f) Nachhausetelefonieren

Viele Apps gehen unterwegs dauernd ins Netz. Dabei telefonieren einige Apps auch  “nach Hause”. Aus diesem Grund schalte ich von Zeit zu Zeit meine Datenverbindung aus. =)

 

Fazit:

Eine kurze Zusammenfassung aufgrund meiner noch sehr frischen Erfahrung mit dem Nexus und den Google Diensten.

1. Seid unbequem. Mit ein paar Gedanken und Einschränkungen kann man gut die Kontrolle über seine Daten behalten. Denkt 2 Mal kurz nach,bevor ihr einer App die Erlaubnis erteilt, euren Standort zu kennen.

2. Verzichtet. Einfach mal abschalten. Sagte schon Peter Lustig bei Löwenzahn. Deshalb einfach mal Datenverbindungen abschalten, automatische Aktualisierungen von Widgets oder Apps ausschalten (nicht die Updates der Programme, sondern bzgl. der Infos)

3. Seid bewusst. Wenn ihr Daten hergebt, seid euch dessen bewusst.

4. Nutzt nicht alle Google-Services.

5. Löscht regelmäßig den Cache der Daten der Anwendungen.

6. Stellt in eurem Google-Konto im Dashboard die Datenschutzeinstellungen auf maximal ein.

 

Verglichen mit anderen Smartphone-Herstellern unterscheidet sich Google im Hinblick auf den Datenschutz meiner Meinung nach nicht groß von anderen Herstellern. Der einzige, jedoch wesentliche Unterschied ist, dass Google aus vielen Quellen gefüttert wird. Seid unbequem, kritisch und bewusst, nutzt mehrere Quellen und verschiedene Services, nicht alles von Google. Dann passt das schon. =)

Diskussionen und Anregungen einfach hier in den Kommentaren. =)

Fotobahnologie

Ich fahre Bahn und lenken mich ab (von Mathelernstresserfolgsdruckangst und Ninavermissen). Schaut doch lustig aus,oder?!

Und für alle,die’s interessiert: Fotos mit dem Nexus One und der FxCamera-App,die es sogar umsonst gibt. =)) da kommen die Bilder s hin so raus wie hier hochgeladen ^^

3:52

Wisst ihr wie das ist, wenn man morgens um 4 nach 12 Stunden immer noch an einer Arbeit für die Uni sitzt, alles wird langsam diesig, der Magen hat Löcher vom starken Kaffee und ihr seid immer noch nicht fertig und da fällt euch auf, dass ihr Eclipse und Visual Studio parallel geöffnet habt und dass ihr darüber nachdenkt, dass LaTeX doch eine feine Sache ist (nein, nicht das Gummizeug).

Ich sage nur

\clearbrain

 

–> schlafen

eine kleine Nachtmusik

Ich sitze an unserem Schreibtisch im Wohnzimmer. Es ist halb Zwölf in der Nacht. Ich habe bis eben an meinem Praxisbericht geschrieben und jetzt habe ich ein weiteres Kapitel beendet. Ich höre in die Stille der Wohnung, die eigentlich keine Stille ist. Rucola und Napfkuchen bauen sich gerade mit Zeitungspapier ein Nest. Napfkuchen klettert auf die oberste Ebene und isst eine Haselnuss. Jetzt das Klackern der Kugel der Trinkflasche. Meine Finger wandern über die Tastatur underzeugen ein softiges, weiches Tippgeräusch. Der Lüfter meines Notebooks rauscht leise aber hörbar – ich habe es auf volle Leistung gestellt und ihm wurde gerade zu warum. Die Schallschutzfenster verschlucken die Geräusche von draußen, gerade fährt ein LKW durch den Ort. Durch die geöffnete Badezimmertüre höre ich das Ticken des winzigkleinen Weckers, der auf dem Sims über der Toilette steht. Zwischen dem 5€-Schminkspiegel von Ikea, meiner Nasendusche und allerlei Krimskrams. Der Efeu dort wächst auch prächtig vor sich hin. Das sanfte Licht der beiden kleinen Stehlampen taucht unsere Wohnung in ein sanftes, gelborangenes Licht. Es kaschiert Staub auch ganz gut. Ich sehe mich um, schließe die Augen, höre die Geräusche des Zuhauses. Hier ist es sicher, hier lebe, liebe, bin ich.

Meine Augen brennen, ich trage seit über 13 Stunden meine Kontaktlinsen, ich bin müde, durstig und hungrig. Ich freue mich jetzt schon wie ein Schneekönig auf den Geruch, das Gefühl, die Nina sind.

Gute Nacht Welt.

#VDS ist tot – die Vorratsdatenspeicherung ist Verfassungswidrig – und alle so: Yeah!

von Netzpolitik, heise und sonstwo gelesen und mir nen Mops gefreut. ^^

Guerilla gardening

Durch David bin ich auf das Anarchie-Öko-Taktik-Retro-Spiel “Guerilla Gardening” aufmerksam geworden. Leider kann man es noch nicht kaufen, aber es gibt bereits Videos und eine Website

Es geht um Folgendes:
In einer Stadt wurden sämtliche Grünflächen zubetoniert. Es gibt keine Pflanzen und Grünflächen. Die Menschen werden unterdrückt und wehren sich nicht. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Guerilla-Gärtners. Man muss an bestimmten Orten Pflanzen pflanzen. Die Bewohner, die die Pflanzen sehen freuen sich und wenn sie genug Pflanzen gesehen haben, beginnen sie sich gegen das diktatorische Regime aufzulehnen. XD XD

Das ganze wird mit der Zeit komplexer, weil man den Behörden ausweichen muss, verfolgt wird, die Bürger erst zu den Pflanzen kommen müssen, usw..

Das ganze in cooler Retro-Grafik und dann auch noch von einem kleinen unabhängigen Entwicklerstudio. Sowas von cool. Nun aber das Video ^^

Die Seite zum Spiel ist HIER.

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