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Digitales Tagebuch / 2004 - ?

Monat: März 2011

Spiegelstunden

Manchmal, wenn ich mich so im Spiegel angucke und meine Falten sehe, spüre, was mir an meinem Körper denn jetzt schon so alles zwickt und ich die Wage bei Nina am liebsten an die Wand werfen möchte, weil mir ihre ungeschminkte Wahrheit nicht passt, ja, dann fühle ich mich echt alt.

Manchmal, wenn ich mit Nina ungeheuerliche Witze mache, wir uns totlachen, wir darüber reden, was uns wichtig ist, wenn ich meine Werte, Wünsche und Ideale so mit anderen Menschen teile und die mich dann verständnislos ansehen, dann fühle ich mich wild und jung.

Manchmal, wenn ich mich dabei ertappe, was ich mir wohl in 1 Jahr für einen Firmenwagen hole, wenn ich überlege, welchen Fernseher ich gerne daheim hätte, wenn ich mir vorstelle, was ich mir bald alles leisten kann, dann komme ich mir so langweilig und versnobbt vor. Kapitalistenschwein.

Manchmal, wenn ich über Dinge lese, die manche Menschen (es gruselt mich dabei, dass dies Menschen sind) fähig sind zu tun, wenn ich lese, wie Schweine lebendig zur Seuchenbekämpfung begraben werden, wenn ich an die vergewaltigten Kinder, den Hunger, Krieg und den Tod denke, dann schäme ich mich ein Mensch zu sein.

-…

Vielleicht mache ich aus „Spiegelstunden“ eine kleine Serien von Blogeinträgen. Vielleicht wollen ja andere mitmachen?!

 

Ach, ich studiere ja auch noch.

Seit ich bei meiner kleinen Firma in Sindelfingen meinen Arbeitsvertrag für Herbst unterschrieben habe, und ich alles mit großen Schritten auf Bachelor-Thesis-Verfassen hinläuft, rückt die Studiererei an der Uni echt so langsam aber sicher in den Hintergrund. Ich bin mindestens 1 Tag pro Woche – gerne verteilt auf 2 halbe Tage – in der Firma. Dazu kommen noch 2 Vorträge Ende März samt entsprechender Fachartikel, vielleicht etwas mehr Aktivität für die Stuttgart GTUG, bewusst Freizeit zu haben und Zeit für mich und Nina zu finden. Oh, und Vorlesungen besuche ich natürlich auch, so ungefähr 25 Stunden oder so pro Woche. Und ein kleingroßinteressantlangweiliglangsamvorsichgehendes Studienprojekt gibt es da auch noch. Seltsamerweise scheint mir das zur Zeit, zumindest gefühlt, also völlig irrational, mit links zu gelingen. Manchmal frage ich mich ja, ob ich dann nicht einer wirklich gut gemachten Selbsttäuschung unterliege. Ich denke nicht, nein eigentlich bin ich mir echt sicher. Und falls es doch Opfer einer Selbsttäuschung bin, hey, dann war/ist sie echt gut. 😉

 

Benny’s Job Thingy

Ich habe beschlossen hier eine Seite anzulegen, auf der ich meine „CV“ und meine Veröffentlichungen und Vorträge aufliste. Immerhin gebe ich diese Website auch auf Xing und Twitter an, wer weiß, wer so alles hier vorbeikommt. Kommt nächste Woche oder so. 😉

 

Frühling – Ohai!

12 Grad, Sonnenschein, Nina hat frei und ich, ich arbeite. Da werde ich mich angesichts der Tatsache, dass ich ab Herbst nur mehr 30 Tage Urlaub im Jahr habe und Nina wohl noch eine Weile Semesterferien und so Späße hat dran gewöhnen müssen.

So ein wenig Ferienstimmung lasse ich bei mir aber doch aufkommen. In so kleinen Dingen eben. Das sind dann Dinge wie der leckere Kaffee, den ich mir in Stuttgart gleich gönnen werde. Nicht den für 1,- €, sondern bei den Leuten von „Coffee Fellows“. So. Ha. Und morgen wird mit meiner Mum den ganzen Tag Geburtstag gefeiert. Zwar nix Rundes, aber schon mit lecker Mittagessen und Kaffee und Kuchen. Am Freitag unternehme ich was mit Nina, vielleicht fahren wir ja zusammen an den Bodensee oder so. Mal gucken. Am Samstag dann spielen DAF im Provisorium. Ja, richtig gehört, DAF! Da muss man doch hin. Aber sowas von. Ich geh gleich mal Stiefel putzen. 😉

 

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