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Digitales Tagebuch / 2004 - ?

Monat: Februar 2012

Leseliste

Seit 2-3 Wochen lese ich wieder. Das habe ich ganz sein lassen, so während meines letzten Studiums. Nach wie vor mag ich ebooks nicht, auch wenn ich schon einige gelesen habe

Lean Hearn – Tales of the Otori (Book 3)
Meine Mum hat mir vor 3-4 Jahren mal den 1. Band geschenkt, ich hatte ihn angelesen aber nie fertig geschafft. Diese Weihnachten habe ich ihn wieder gelesen, Band 2 dann gleich auf Englisch gekauft und verschlungen. Leichte, spannende Lektüre. =)

Neil Gaiman – The Sandman Vol. 2 : The Doll’s House
Nachdem ich mir letztes Jahr den 1. Band der Neuauflage gekauft habe, mir die Luxusversion immer noch zu teuer ist, habe ich nun Band 2 hier liegen. Band 4 kam auch schon, Band 3 fehlt noch.

Jason Fried/David Heinemeier Hansson – ReWork
Lese ich aus Gründen. Ich will ja in dieser Arbeitswelt nicht durchdrehen

David J. Anderson – Kanban
Beruflich lese ich auch noch das Grundlagenwerk über Software-Kanban.

 

Da auf dem Parkett.

Da stehen sie. Die Schuhe. Wann habe ich euch gekauft? 2004? 2005? Sowas. Ihr habt mich das letzte Geld gekostet (unglaubliche 200 € waren das). Und jetzt, da geht es für euch um leben und tot. Ihr habt euch verlebt, ich habe euch verlebt. In Clubs, Diskos, Kneipen, früher auch mal Tagsüber an der Uni (damals, in Tübingen) und erst kürlich habe ich mal wieder (das erste Mal seit wasweißichwann) Klamotten für „nur zum weggehen“ bestellt. Dabei gehe ich vielleicht 4-5 Mal im Jahr weg. Aber naja. Für die Arbeit wäre das alles ja nix. Für wann dann? Für daheim? Sicher. Und für bei Nina oder Freunden. Kann man mit bald 30 noch in Schnallenhose, Pikes und Piratenhemd zum gemeinsamen Abendessen bei Freunden gehen? Ja? Nein? Eigentlich schon, wenn es das ist, worauf ich Lust habe. Aber ist das nicht doch peinlich? Nein? Ja? Ich bin verwirrt. Ändert sich mit Ende 20/Anfang 30 alles? Oder nichts? Die Menschen um mich bekommen Kinder, heiraten, ich werde diesen Weg sicherlich auch gehen, die Frau dazu hab ich ja schon <3, bleibt nur die Frage, was man sonst so von sich behält, was man ändert, wer man wird. Oder wird man nicht doch eigentlich niemand anders?

Ich meine ja nur. Mit bald 29 wird man sich das doch wohl noch mal fragen dürfen.

Passend dazu höre ich die die „Animatronic“-CD von „The Kovenant“ von 1999 (ich musste das gerade mal gegenchecken, das ist UNGLAUBLICHE 13 Jahre her!), dann mal kurz was altes von den Misfits, die Skeletal Family und dann The Bosshoss. Wie passend.

Auflegen

Ich gebe mir demnächst wieder mal die Ehre. Als DJ. Dieses mal nur 2 Stunden am Abend, aber ich denke, dass Markus auch so den Abend gut machen wird. Richtig schwarz. Nicht bunt. Sondern klassischen Goth. Nix sonst. Punkt.

Damit man in Stuttgart wieder weggehen kann. Kann man sonst ja eher selten. Leider.

Deshalb: Am 23.3. zu „AD MORTEM FESTINAMUS“ gehen. Tanzen, Spaß haben und gut ist. Das ganze findet in Stuttgart Mitte im „The Paris“ statt und ich werde mich persönlich kümmern, dass die Gogo-Stangen abgehangen werden. Den Mist gibt’s nicht mit mir. =)

Weitere Infos findet ihr auch unter www.ad-mortem-festinamus.de

Another day in you-know-you-should-have-done-x-land Another day in you-know-you-should-have-done-x-land

Manchmal, da weiß ich ganz genau, was ich will und manchmal eben nicht. In einigen Momenten, da fragt man sich vollkommen überfordert, was denn nun eigentlich zu tun ist, was ich eigentlich will. Und wenn dann das Unschlüssigkeitstier dem Erwartungserfüllungsmonster oder dem Unsicherheitsbazillus gewichen ist, werden einfache Entscheidungen gar nicht mehr so einfach. Das können ganz banale Dinge sein. Zum Beispiel die Frage, was man am Wochenende denn so tun möchte, oder nur was es zu Essen geben soll, oder ob man nun an Tag Y mit Person X etwas trinken gehen möchte. Da gibt es dann so verschiedene „Klassiker“. Entweder man sagt zu und dann kurzfristig (oder auch rechtzeitig) ab oder lässt es einfach sein, weil man ja viel auf Arbeit zu tun hat, oder man einen anderen Grund zum vorschieben gefunden hat. Oder man sagt zu, hat dann tagelang keinen Bock drauf und wenn der Moment dann da ist und man sich entschieden hat oder doch Y getan hat, dann fühlt es sich richtig gut an. Oder man tut Handlung Z dann erst gar nicht, weil es ja mit Erwartungen konfrontiert ist, oder Angst hat oder der Unschlüssigkeit einfach ausweicht.

In einigen anderen Momenten bin ich so fokussiert, so geradlinig, ich sehe etwas zu tun, sehe, fühle was ich will, was zu tun ist, wie ich auf Ereignisse und Menschen reagiere und dann passieren Dinge, die einfach herrlich sind. Entweder weil einfach tolle Dinge passieren, oder weil Dinge passieren, aber nicht herrlich sind und ich dann doch daran wachse und dazu lernen und letztendlich ist es hilfreich und schön, weil „es“ einfach passiert/passiert ist/getan wird. Zwischenfrage: Klingt das kryptisch?! (Kommentare könnt ihr gern hier lassen)

Jedenfalls sind das so zwei Pole zwischen denen ich mich seit langem Bewege und bei denen ich es mittlerweile schon besser schaffe, dass die Pole zusammenwachsen bzw. es einen klaren „Trend“ hin zum geradlinigen Verhalten und Fühlen gibt. Zumindest bilde ich mir das ein. 😉

Am Wochenende gab wieder solche Momente, in denen ich so geradlinig bin. In denen ich einfach Dinge tue. Die Entscheidung „nebenbei“ ein kleines Projektchen zu beginnen, bei dem ich einfach der „Boss“ bin fühlt sich jetzt, da es so langsam losgeht, wirklich gut an. Und als ich Nina spontan fragte, ob wir nicht eine Nacht im Breisgau oder Elsaß verbringen wollen, und sie meinte, dass sie dabei wäre und ich einfach Franks (@ChefdeCambuse) Empfehlung folge, das Zimmer im „Chez Norbert“ in Bergheim im Elsaß buche, und es dort einfach herrlich ist, auch wenn es noch zu 1-2 Mißverständnissen kam und ich die Wegstrecke zwischen Freiburg und Bergheim vollkommen verrafft habe, dann weiß ich, das alles gut wird. Auch die Entscheidung statt zwei Gläsern, lieber doch eine ganze Flasche Wein zu bestellen fühlt sich so aus dem Bauch heraus in dem Moment ganz zauberhaft an, das unvermeidliche Unsicherheitsgefühl zwischendurch inklusive, und als ich im herrlich bequemen „grand lit“ liege und sich die Decke vom Rotwein dreht und Nina in meinem Arm schläft werde ich mir dann schon bewusst, dass ich meinen Weg, egal ob es nun „the road less traveled by“ oder den geraden Weg gehe oder ob ich mich am Wegesrand ausruhen, mich mal tragen und ziehen lassen muss, oder einfach losrenne. Ich gehe, der Weg geht weiter und das ist schon gut so. Finde ich.

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