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Digitales Tagebuch / 2004 - ?

Monat: November 2013

Sofagedanken

Dank Fieber kann ich nur schlecht bis gar nicht schlafen (außerdem schlief ich letzte Nach schon 9 Stunden), weshalb ich hier nun relativ rast- und ruhelos an diesem trüben Novembertag auf der Couch sitze. Ich höre die Playlist „Night Rider“ auf Spotify, und denke nach. Draußen werden die Blätter gelb, die beiden Flieder sind schon ganz blattlos. Der Karten ist nur zur hälfte Winter-fertig. Die zweite Hälfte habe ich irgendwie immer verschoben und jetzt ist es kalt und nass und es macht bestimmt gar keinen Spaß da was zu machen. Dabei gäbe es durchaus 2-3 Dinge zu tun: Laub rechen, Efeu zurückdrängen *schnippschnipp* oder die Gartenmöbel in den Keller räumen (die stehen noch auf der zwar überdachten, jedoch nicht wirklich trockenen Terrasse). Das ist eigentlich ein gutes Beispiel dafür, dass ich mir gerne zu viel vornehme. Ich habe Ambitionen für 10 Leute, schaffe davon dann 1 oder 2 Dinge und dann bin ich wieder depri, weil ich es nicht schaffe. Aber: beim Garten mache ich das jetzt nicht so. Punkt. Und bisher funktioniert es ganz gut.

Mein Blick fällt auf den Wäscheständer im Wohnzimmer, ich denke mal, ich sollte die mal abhängen und mit den 2 Wäschekörben, die gewaschen und uneingeräumt im Schlafzimmer liegen, in die Schränke räumen. Das werde ich tun, bevor Nina heim kommt. Ich nehme mir das ja seit 3 Tagen vor zu tun und irgendwie habe ich das immer wieder aufgeschoben. Aber: auch hier gilt irgendwie mehr ein „be cool“.

Bin ich mit der neuen, tollen „Gelassenheit“ besser dran?! Ich weiß es nicht genau. Irgendwie habe ich einerseits das Gefühl, dass es mir besser geht, weil weniger Stress und ich mich selbst weniger kritisch sehe, bzw. lerne mich weniger kritisch zu sehen. Andererseits habe ich auch das Gefühl, dass es unerledigten Ballast gibt, den ich abwerfen sollte und denke, dass ich weniger enthusiastisch bin als ich es schon war.

Mal sehen, wie das Jahr noch zu Ende geht. Mit etwas Glück sind wir an Silvester in London, und das Grundgefühl gerade – wenn man vom Fieberwahn absieht – ist positiv und optimistisch.

Aufmunterung

Ich konnte heute eine Aufmunterung recht gut brauchen. Das hier war perfekt. Unglaublich!

PS: Ich <3 das Internet!

Routine

Ich überlege wie ich arbeiten möchte. Ich bin auch wegen unseres Kunden X, bei dem ich ja nicht nur Entwickler bin, sondern auch Projektmanagement mache, oft relativ konfus. Und ich denke, dass das auch daran liegt, dass ich keine wirkliche Routine habe, also abgesehen vom Zeitpunkt des Aufstehens.

Bisher sieht das so aus:

6:00 Aufstehen
7:00 los zur Arbeit
8:30 Beginn zu Arbeiten, manchmal schon früher – oft lese ich erst noch ne halbe Stunde meine RSS- und Twitter-Feeds
Ich mache mir eine Taskliste, schaffe es aber nicht mich daran zu halten, arbeite herum und mache dann gegen
12:30 Mittagspause
13:30 weiter arbeiten bis
17:45 Feierabend
18:00 Nina auflesen
19:00 Ankunft daheim

Ich habe jetzt mal 1 Woche das hier durchgezogen

6:00 Aufstehen
7:00 Fahrt zur Arbeit
8:00 Ankunft im Büro, 30min für RSS, Twitter, Kaffee
8:30 Tasks Festlegen, maximal 5 Stunden fix verplanen
Die erste Stunde mache ich erst mal Koordination, Android Review/Testen, weil das gerade durchaus wichtig ist.
10:00 Kaffee und Buch/Zeitschrift für 15min (kein Twitter)
10:15 Coding bis 12:30 – 4 Pomodoros je 30Minuten + ein mal 15min Pause für Tee und Buch/Zeitschrift
Mittagspause 1 Stunde
13:30 Coding (4 Pomodoros je 30min + 15 min Pause für Kaffee und Buch/Zeitschrift
16:00 Ab jetzt habe ich sozusagen “freie Einteilung”, also ungeplantes Zeug, dass sich über den Tag ergeben hat, ein bisschen bei den Cocoapods-Specs pflegen, jedenfalls gibt’s immer was zu tun.
18:00 FEIERABEND
gegen 19:00 bin ich dann zuhause

Das bisherige Fazit ist, dass es anstrengend ist das zu machen. Manchmal fühlt es sich gut an, und manchmal finde ich den Pomodoro-Ansatz eher nicht so prall, weil ich das Gefühl habe, aus dem “Flow” rausgerissen zu sein.
Was aber definitiv wichtig ist, ist die Mittagspause, wenn ich “nur” halbe Stunde mache, kann ich den Nachmittag vergessen.
Was definitiv schwierig ist:

  • ich stimme mich wegen des Autos und überhaupt mit Nina ab, manchmal passt das so leider nicht
  • ich finde ja 18:00 als Feierabend schon verflucht spät dafür, dass ich um 6 Uhr früh aufstehe, weiß aber nicht, wo ich da Zeit “sparen” kann, außer bei der Anreise/Abreise morgens, muss man sich als berufstätiger Mensch damit abfinden? Die Leute von 37Signals würden jetzt sagen: Nö!

Allgemein: erst mal weiter experimentieren.

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