Schreibe ich einen Post hier, nachdem der letzte schon 6 Wochen her ist und ich mal eben an’s andere Ende der Welt gezogen bin.
Corinna und ich haben dazu ja schon einen eigenen Blog eingerichtet, weshalb ich hier gar nicht so viel dazu schreiben mag. Aber irgendwie mach ich das schon jetzt, aber halt nicht mit einem “so war unser Umzug” oder einem “Oh, heute aßen wir das”.
Ich möchte von ersten Malen schreiben. Hab ich hier schon mal.
Ich bin gerade das erste Mal auf die andere Seite der Welt gezogen.
Ich bin das erste Mal mit Corinna zusammengezogen. 😉
Ich fahre viele Straßen das erste Mal.
Ich lebe in einem anderen Land.
Ich mache völlig neue Behördengänge.
Ich lease zum ersten Mal ein Auto.
Zum…ersten Mal.
Ich renne durch den Schlamm – ich habe mich für einen Tough Mudder angemeldet und bin mit 4 Kollegen 17km durch den Wald, Schlamm, Bäche, über Hügel usw. gerannt – und muss immer wieder daran denken wie sehr das aus meiner Komfortzone ist. Was für ein “Auf’s Maul”–1.Mal das ist.
Und es könnte nicht besser sein.

Irgendwo in Deutschland geht es einer Freundin und ihrer Familie sehr schlecht, es ist ernst, es geht sprichwörtlich um Leben und Tod.
Der Moment, als ich das erfahren habe, war bisher der erste Moment, an dem ich wirklich gern in Deutschland gewesen wäre, um Umarmungen zu verteilen und mich wirklich hilflos zu fühlen. Ging aber nicht.

Ich weiß nur eines: Erste Male sind wichtig. Manchmal muss man sie aktiv herbeiführen. Manchmal passieren sie mehr oder weniger einfach so. Und manchmal übersieht man sie auch.
Ich war immer wieder mal unsicher, manchmal ängstlich (klettert ihr mal über eine 5m hohe Mauer, schwimmt durch Eiswasser oder rennt einfach nur 17km am Stück), manchmal war es sehr anstrengend, … aber man hat sich bewegt, gelebt, erlebt.

(Er)lebt euch! Wer weiß, was morgen ist.