Friends

Nov 16, 2009 in Allgemein

Wie lange soll man an einer Freundschaft “von früher” festhalten?

Macht es Sinn, sich 3 Mal im Jahr zu treffen/sprechen und dann eine gute Zeit zu haben, wenn man eine wirkliche Freundschaft will?

Oder sind echte Freundschaften über hunderte Kilometer einfach unmöglich? Und wenn ja, wo liegt die Grenze? Bei 200km? Bei 600km? Bei Tausenden?

Ich weiß es nicht. Ich würde es gerne herausfinden. Mich beschäftigt es einfach deshalb so sehr, weil ich in unmittelbarer Nähe kaum Freunde habe. Gut, daran bin ich selbst Schuld, aber naja.

Ratlosigkeitstage

Nov 04, 2009 in Allgemein

Spät im Bett gewesen, lange gelernt und dann mit einem unharmonischen Deprigefühl ins Bett gehen. Lernen lief nicht so wie gewollt, Angst vor Versagen und vor dem Druck vor den Prüfungen. Verwirrungen über den vorliegenden Stoff und Unsicherheit,ob alles nun wirklich verstanden wurde. Das Wissen, dass Nina wegen meiner Lernerei schlechter schläft, weil sie einfach nur mit mir gut Schlafen kann. Dabei finde ich das süß. Heute schaffe ich es einfach nicht kein schlechtes Gewissen zu haben, obwohl ich keines haben müsste. Dann wirre Träume von einstürzenden . Schlecht Luft bekommen, Schnupfen. Aufwachen, müde, 1h länger schlafen und trotzdem weiter müde sein. Loshetzen, weil ich nicht zu spät kommen möchte, kein Vesper für die Uni. Verschlafen-Gestresstes Anzicken von mir an Nina, die mit Grippe im Bett liegt. Ich muss gehen.

An der DH Ratlosigkeit, wieviel muss ich denn noch lernen? Es wird mehr und mehr. Das Pensum ist nicht zu schaffen. Punkt.

Ich möchte dieses Gefühl loswerden, ich muss. Heute sind noch X wichtige Stunden Vorlesung und 6 Stunden lernen angesagt.

Nur wie.

Solche Tage habe ich 1-2 Mal im Monat und ich hasse sie.

Wetterkapriolen (tolles Wort) essen Seele auf

Mai 13, 2009 in Allgemein

Regen, Sonne, Sturm, Wärme. Langsam kann ich dem weniger abgewinnen.

Ich finde mich mehr und mehr in der Situation wieder, zwar zu wissen, was ich alles tun muss oder möchte, dass ich aber unfähig bin auch nur ein wenig nach einem Plan vorzugehen. Ich muss noch lernen, möchte noch x und y machen. Wann? Wo? Keine Ahnung. Reizbarkeit vermischt mit Depression und dem Drang einfach mal einen Tag ins Blaue zu leben. Und dann möchte ich mich bitte doch nicht alleine fühlen. Nachdenken sollte ich auch mal. Ob das dann an dem Tag im Blauen noch so möglich ist?! Dann ist er ja kein Tag im Blauen mehr. Oder doch? Sehe ich nur wieder nicht, dass es außer "ganz" oder "garnicht" vielleicht auch ein "ein bisschen von beidem" gibt, oder bin ich nur einfach komplett krank und lebensunfähig? Oder ist einfach nur das Wetter schuld? Die Hormone? Oder bin ich nur einfach süchtig nach Planung oder Harmonie oder nach was auch immer (in der Definition wie sie "Living Love"/Buddhismus benutzt)? Willkommen in meinem Kopf. Abschalten werde ich daheim dann versuchen. Erst mal was futtern, dann meditieren. Ha, das wird schon irgendwie. Ich bin ja wohl für den ganzen Mist verantwortlich, oder?! Genau Benjamin, genau!

Ein Untag

Mai 07, 2009 in Allgemein

Heute ist ein "Untag". Einer der Tage, die es besser nicht gibt, an denen man alle Kraft aufwenden muss um weiterzumachen und nicht aufzugeben.

Ich schlafe schlecht und noch bevor ich damit beginnen kann, auf schlimme Dinge zu warten, schlage ich mir den Fuß an. Die sich selbst erfüllende Prophezeiung eines miesen Tages noch bevor der Tag überhaupt angefangen hat sozusagen.

Mit knapp 4 Stunden Abstand muss ich eigentlich fast über mich lachen.

Ich fahre mit der Bahn zur Arbeit, meine Fahrkarte habe ich nicht dabei, aber das wiederum merke ich erst, als die freundliche Kontrolleurin nach dem Fahrschein fragt. Kostet mich jetzt 5,-€ und ich muss meinen Verbundpass nachzeigen.

Ich esse eine Milchschnitte, die ich mir am Herrenberger Bahnhof gekauft habe und natürlich fühle ich mich dadurch nicht besser sondern lese wieviele Kalorien ich gerade zu mir genommen habe und schon bereue ich es.
Traurigkeit und miese Laune lässt sich nicht mit Essen bekämpfen, sondern nur mit Psychotechniken. Jetzt weiß ich, dass es falsch war traurig zu sein und bin abwechselnd am innerlich über mich lachen, weinen und mich hassen.

"Dein Gehirn ist ein wie Programm und nur du kannst den Code warten."

So oder so ähnlich habe ich es jedenfalls mal gelesen.

Mittlerweile erkenne ich die selbst erfüllenden Prophezeiungen sogar.
Als ich auf dem Fußweg zur Arbeit eine Weinbergschnecke (die sind laut Internet ausgestorben, folglich sage ich seit ich klein bin Weinbergschnecken, obwohl es keine sind – irgnedwie finde ich das doof) zertrete rege ich mich noch über meine Dummheit auf und beschließe, dass sich alles gegen mich verschworen hat. Wieder muss ich im Nachhinein fast über mich lachen, weinen, mich hassen. Ich sammle jedenfalls wieder alle Weinbergschnecken auf und setze sie ins Gras, so wie sonst auch. Ich zähle 17 Stück. Das hält mich in dem Moment vom Weinen ab und beruhigt mich. Es tut mir sehr leid, kleine Weinbergschnecke Nummer 1. Ich war sehr unachtsam.

Auf der Arbeit übersehe ich den Zettel mit "Kaffeemaschine nicht automatisch reinigen lassen" und sorge dafür, dass niemand für die nächsten 2 Stunden Kaffee trinken kann. Trotzdem sind alle nett zu mir. Gibt es halt Kaffee aus der "altmodischen" Kaffeemaschine und nicht aus dem  "alles automatisch"-Premiumkaffeeautomat aus der Schweiz.

Naja, mittlerweile bin ich beruhigter und weniger panisch und depressiv, allerdings nur weil ich xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx ausblende und yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy nicht an mich heran lasse.

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