Das Ritual

Sep 04, 2010 in Allgemein

Dieser Blogeintragtitel klingt jetzt wie ein schlechter Roman eines beliebigen amerikanischen B-Buch-Autoren, aber egal. Manchmal muss man Dinge als eine Art Ritual tun. So zeremoniell. So ein bisschen. Ich bin heute sehr zeremoniell.

Gestern Abend habe ich nämlich die ersten Lebkuchen des Jahres gekauft. Im Kaufland. In Herrenberg. Zur großen Überraschung diverser Leute. Jedenfalls habe ich gestern Abend, im Beisein von Nina, die mich wissend anlächelte, eine riesige – RIESIGE! – Packung Lebkuchen mit Vollmilchschokoladenüberzug gekauft. Cooles Wort, Vollmilchschogoladenüberzug. Jedenfalls habe ich heute nach einem Überstundenarbeitstag meine Wohnung aufgeräumt und  die Miezen meiner im Ausland weilenden Vermietern gefüttert. Wow. So arbeitsreich war das alles, dass ich mir etwas gutes gönnen musste.

Zuerst gab es eines der coolsten Essen der Welt Brot (weil Toast war alle) mit Butter und Spiegelei drauf. Dann war der Moment gekommen. Eigentlich relativ spontan. Heute, am 2.9. habe ich die ersten Lebkuchen des Jahres gegessen und: ICH SCHÄME MICH KEIN STÜCK. VERDAMMT. SO. Jetzt schreibe ich wieder klein. Dazu habe ich 2 kleine Gläschen leckeren Rotwein zu mir genommen und 2 Folgen CSI geguckt, die wie zufällig im Fernsehen kamen. Herrlich.

Ich eingewickelt in meine Sheepworld-Vampirschaf-Decke, neben mir das Vampirschaf aus Stoff “Graf Schafcula” und das sargförmige Vampirschafkissen. Super. Ninas neuer Staubsauger heißt übrigens auch “Vampyr”. Cool, oder?

Oha, 2. Werbepause vorbei, also jetzt mal gute Nacht, Internetwelt. Gute Nacht, Nina. So.

Lebkuchen sind cool. So. Das wollte ich auch noch gesagt haben.

Umzugsnachwehenfieber

Aug 22, 2010 in Allgemein

So, nach ein paar Tagen „offline“ wird es nun wieder Zeit ein wenig Text in den Rachen meines kleinen Blogs zu werfen, damit es den gerade so schön angesetzten Speck nicht gleich wieder verliert. ;-) Es soll doch ein wohlgenährtes kleines Blog sein und bleiben. In jedem Fall  aber ein Blogeintrag. Juchuh!
Letztes Wochenende war das große Umzugswochenende. Also die Tage davor waren voller Kistenpacken, dann am Freitag zuerst ich, dann am Samstag Nina umziehen und dann wieder alles einräumen. Zwischendurch noch mit ein paar Lieben meinen Geburtstag feiern und dann wieder weiter einräumen.
Der Zwischenstand bisher lautet: 90% eingeräumt, es ist unmöglich ohne Dübel Bilder aufzuhängen (massive Stahlbetonwände) – weshalb die Wände nackt sind -, noch eine Hand voll Dinge an der Wohnung müssen von meinen Vermietern gerichtet werden, wenn sie aus dem Urlaub zurückkommen, die Geschirrspülmaschine gehört dazu – weshalb ich schon ganz schwielige Hände vom Abwaschen habe -, in meinem Futon (Euphemismus für Matratze plus Lattenrost ohne Bett) schläft es sich super, Ninas Wohnung ist erst zu 30% eingeräumt, bisher lag ich noch nie alleine in meiner neuen Wohnung im Bett, in meiner Wohnung wird es relativ frisch, wenn es draußen nur 15 Grad hat, da draußen sind viele Jagd-/Hauswinkelspinnen – die ich natürlich heldenhaft bekämpfe -, ich gieße gerne den Garten meiner Vermieter, so lange die im Urlaub sind und man braucht auf meiner kleinen Terrasse zu gewissen Zeiten doch einen Sonnenschirm, wenn man auf dem vorderen Stuhl sitzt. Postkartenmotive aller Ecken meiner Wohnung mache ich bei Gelegenheit, wenn ich die letzten 2 Umzugskartons eingeräumt habe. Oh, und der Kühlschrank kommt erst kommende Woche, weshalb das Essen etwas einseitig ist. ^^
Was das angeht ist doch also alles totaaaaalalalalalal cool.
Morgen geht auch die Arbeit wieder los, mal gucken wie‘s so wird. Ich bin ja total hinterher mit meinem Projekt, also irgendwie muss das in 3 Wochen fertig sein und ich bin noch nicht mal bei 50%, sondern eher so 40%. Dooooooooooof. Naja, ich darf mich wohl einfach nicht verrückt machen lassen. Dumm nur, dass ich mich immer verrückt machen lasse. Zumindest meistens. Deshalb geht es morgen früh auch erst mal ins Fitnessstudio. Ganz genau, ich mache Fitness und so. Schweiß und so. ^^ Aber es macht Spaß, ich nehme meine Informatikersesselfurzerkilos ab und tu was gegen das „Mitte 20 und Vollkrüpel“-Syndrom.
Grüße in die Sonntagnacht.
Benny

Aug 12, 2010 in Allgemein

Heute hat der Abend ideal begonnen. Ein wundervolles spontanes Nickerchen auf der Couch während ich versucht habe das erste Mal seit langem Simpsons zu schauen, ein nettes Telefonat mit meinen künftigen Vermietern mit guten Nachrichten (ich bekomme eine reparierte Geschirrspühlmaschine in meine kleine Einliegerwohnung – YESS!) und ich telefoniere 10 Minuten mit Nina, wir haben uns ganz offensichtlich unglaublich gern, wir vermissen uns (ganz genau, liebste Nina, ich vermisse dich!) und wir gehen beide heute Abend zu Freunden/mit Freunden weg. Dann gehe ich natürlich viel zu spät los, bekomme trotzdem meinen Bus und bin schreibaktiv für mein Blog. Das soll je schließlich wieder etwas Fleisch auf die Rippen bekommen.

ICH WILL JA NICHT EINER VON DENEN SEIN, DIE BEI TWITTER AKTIV WERDEN UND DANN MIT DEM BLOGGEN AUFHÖREN! ;-)

Oh, und iTunes spielt gerade einen „Song“ eines früheren Deutschlehrers von mir, der selbst literarisch tätig ist. Ich zitiere „am Tag meiner Beerdigung, zerfällt die Welt in Pferdedung“. XD Nein im Ernst, teilweise echt ziemlich abgefahren, aber gar nicht schlecht.

Manchmal, so irgendwie

Aug 12, 2010 in Allgemein

Ja, da überrascht mich die Welt irgendwie. Genau gesagt meine Freunde. Zuerst bin ich viel zu beschäftigt mich zu melden – schlimm, kommt aber manchmal vor -, dann wieder schiebe ich es – wie so oft – lange lange vor mir her und dann, ja, dann traue ich mich nicht und rufe nicht an weil ich schon so lange nicht mehr angerufen habe. Und genau dann jedenfalls (ha, schon wieder „dann“!) rufen genau die Leute an, weil sie was von mir wollen oder sich für mich interessieren und ihnen ging es dann genau wie mir. Ich merke in solchen Momenten, dass ich nicht so alleine dastehe wie ich manchmal denke oder fühle. Fühle genau. Wieder einer dieser Automatismen, die ich mir „zugelegt“ habe. Also nicht, dass ich fühle, sondern eher das Gefühl des „Alleinseins“. Dieses Blog ist ja voll davon. Das hat so auch seine Berechtigung, aber in der Intensität ist es oft einfach zu krass, oder ich vergesse einfach, dass da noch andere Leute sind. Leute, denen ich nicht egal bin, die an mich denken. Am Sonntag wurde ich jedenfalls angerufen und *zack*, ich bin ja gar nicht alleine. Heureka, welch bahnbrechende Erkenntnis. Nein im Ernst, manchmal ist das wirklich ein „Heureka!“ wert.Letztendlich ist es wohl so, dass da ein paar echt liebe Leute in der Welt herumgeistern, die an mich denken, so wie ich auch an sie denke. Eigentlich wirklich einfach. Nur manchmal, so irgendwie, da ist das nicht so einfach.

Nun fahre ich nach Stuttgart, zum wilden Momo(@derwildemomo), wo es bestimmt nett ist. In meinem Rucksack ist eine Flasche Wein und bestimmt werde ich dort nette Menschen treffen. Mal schauen, wie es so wird. =) Heute ist mein erster Urlaubstag. Wegen Umzug ist das alles natürlich erst mal nicht so relaxed wie ein Urlaub normalerweise wäre. Aber nächste Woche dann.

Nachtruf

Aug 10, 2010 in Allgemein

Hallo Nacht,

ich sitze an meinem Schreibtisch in der alten Wohnung. Nina sitzt auf dem Sofa und schaut fern. Hier steht alles voller Umzugskartons und in nicht mal einer Woche wird diese Wohnung ganz leer sein. Am Wochenende feiere ich noch meinen Geburtstag und dann ist irgendwie alles hier so fast vorbei. Eigentlich ändert sich nicht so viel zu dem, wie es jetzt schon ist, aber irgend doch nicht nur eine Kleinigkeit. So fühlt es sich zumindest an. Komisch irgendwie. Es ist so eine Mischung aus Wehmut, Vorfreude, Traurigkeit und Aufregung. Komisch.

Jetzt werde ich Dr. Who ansehen und mit Nina kuscheln. Für sie ist das alles hier bestimmt auch nicht einfach. =)

1000 Küsse an Nina, euch allen gute Nacht und dir, liebe Nacht, wünsche ich viel Ruhe und so. Was man halt der Nacht so wünscht.

PS: was für ein seltsamer Blogeintrag, so beim 2. Durchlesen. Ich lasse den aber einfach mal so.

Tübingen

Aug 09, 2010 in Allgemein

Jedes Mal, wenn ich in Tübingen bin, meistens mit Nina oder auf dem Weg zu ihr oder dem Psychomann, muss ich natürlich an die Zeit „früher“ denken. Immerhin habe ich fast 4 Jahre in Tübingen studiert. Damit verknüpfe ich einige schöne, und auch einige doofe Erinnerungen. Gerade die negativste von allen, das Ende meines Studiums dort, war präsenter als die anderen Erinnerungen. Was ziemlich doof ist. Immerhin habe ich dort Freunde kennengelernt, die ich zum Teil immer noch habe. Zu manchen habe ich natürlich auch den Kontakt verloren, aber zu einigen auch nicht. Außerdem habe ich dort viel gelernt, gerade in der Anglistik. Ich möchte die Zeit dort nicht missen, war so doch unendlich intensiv und auch wichtig. Die Zeiten, in denen in der Cafete 20 Gruftis zusammengesessen sind werden zwar nicht wieder kommen, aber sie erinnern mich daran, dass ich durchaus dazu in der Lage bin soziale Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Auch wenn das vielleicht doof klingt, ich weiß das manchmal nicht. Das war ganz selbstverständlich für mich, Freunde und Bekannte zu haben. Jetzt ist es das nicht immer. Was Tübingen natürlich auch besonders und schön macht ist, dass ich dort die kleine Frau kennengelernt hab. Naja, nicht so richtig, wir haben uns aber damals im „Saint‘s and Scholar‘s“ das erste Mal getroffen.

Zurück zum eigentlichen Gedanken: Tübingen, Erinnerungen und so. So vor 1,5 Jahren noch waren die negativen Erinnerungen an Tübingen schon ziemlich präsent, wenn ich dort war. So richtig merke ich das jetzt erst im Nachhinein. Irgendwie war ein bisschen immer auch dieses „da sind doofe Dinge passiert, da hast du versagt“-Gefühl dort. Klar, beim Rumknutschen mit Nina auf der Mauer am Neckar hab ich davon nichts gemerkt, aber so irgendwo im Hinterkopf ist dieses Gefühl glaube ich immer ein bisschen in seiner Kiste gegen die Wände gesprungen.

Jetzt, heute, wenn ich in Tübingen auf einer Parkbank am Bahnhof sitze (heißt das dann „Bahnhofsbank“ oder sagt man nur „Bank“? Ich wollte „Bank“ schreiben, aber das hat „ich sitze auf einer Bank“ irgendwie falsch geklungen), da springt das Gefühl nicht mehr gegen die Wände seiner Kiste. Die Kiste steht offen in mir rum, es kann immer raus, wenn es will, und wenn es rauskommt, bekommt es eine Umarmung. Dadurch wird Tübingen wieder zu dem, was es für mich ist, und was immer durch dieses eingesperrte, kleine, ausgegrenzte Gefühl „verdorben“ worden ist: der Ort, an dem ich studiert und viele tolle Leute treffen durfte. Der Ort, an dem ich Nina das erste Mal getroffen, geküsst und berührt habe. Der Ort, an dem ich mit Nina unzählige Male am Neckar gesessen oder in einer Kneipe schöne Momente verbracht habe. Ein ganz wichtiger und schöner Ort. Die Schattenseiten, wenn ich mal den etwas abgegriffenen Begriff benutzen darf, und das Gefühl aus der Kiste gehören dazu, werden aber auch geringer und bedeutungsloser, dass ich sie akzeptiere, zulasse und nicht mehr wie eine Fußfessel mit mir herumtrage. Das, was „früher“ war, sollte man auch mal gut sein lassen und zurücklassen, es ist vorbei. Ich für mich pflege das, was mir hilft und kraft gibt davon, und das, was mich traurig macht, das ist halt da und ich umarme es und knuddle es. Weniger und unwichtiger wird es dann von ganz alleine. Es kann ja auch nichts dafür, dass es so ein einsames, wütendes und enttäuschtes Gefühl ist.

Sommertage

Aug 04, 2010 in Allgemein

Ein irreführender Titel eines Blogeintrages, ich weiß. Aber er passt ganz gut. Mit Sommer assoziiere ich Dinge wie Sonne, Lebendigkeit, Wärme, grüne Natur, Urlaub. Letzteres kommt leider etwas arg zu kurz, da ich einfach so viele Dinge tun muss. Umziehen, Projektarbeit fertig machen und abgeben, im September Prüfungen. Dinge die ich tun will sind: meinen Geburtstag feiern, mit Nina ein paar Tage wegfahren, Freunde treffen. In diesem Spannungsfeld bewege ich mich gerade. Irgendwie ziemlich anstrengend und schwierig. *uff* Dabei wünsche ich mir so sehr “Ferien”. Letzten Endes werde ich den August “durchpowern” und dann im September versuchen ein paar Tage freizuschaufeln. Dazu muss ja sowas wie Disziplin leben. Darin besteht die eigentliche Herausforderung.

Wünscht mir Erfolg. Bitte. Ich habe ihn verdient. Ganz wirklich.

Darf man das so eigentlich von sich so ganz unerklärt behaupten?

Rastlosigkeitszeiten

Jul 30, 2010 in Allgemein

Ich schreibe den ersten Blogeintrag seit sehr sehr langer Zeit. Gefühlt ist es zumindest schon echt lang her.

Zur Zeit bin ich einfach irrsinnig beschäftigt. Zuerst war die Klausurzeit, parallel die Zeit alleine in Herrenberg und kein klarer Plan, wie es nun genau weitergehen soll. Zum Glück gibt es jetzt einen.
Gleich nach der Klausurschreiberei ging es wieder an die Arbeit, bisher eigentlich okay, außer, dass vielleicht der eine oder andere Kollege fehlt bzw. gerade beim Kunden im Projekt ist. Damit komme ich gut klar. Parallel bzw. innerhalb der Arbeitszeit arbeite ich an einem Vortrag, den ich zusammen mit Momo vor ein paar hundert (?) Leuten halten werde. *uff* Und dann wäre da noch die Organisation eines Barcamps, die auch immer aufwendiger wird (www.androidcamp-stuttgart.mixxt.de).

Sicher, das alles macht mir Spaß, füllt mich aus, ist irgendwo befriedigend. Gleichzeitig lenkt es mich total von meinen negativen Einsamkeitsgefühlen ab, die ich total irrational habe. Ich meine Nina und ich ist echt schön, auch wenn es echt hart ist von jetzt auf gleich mehr oder weniger ungeplant von Zusammenleben auf Wochenendbeziehung mit 1x unter der Woche sehen umzuschalten. Der ganze Rattenschwanz wie Einsamkeit auf 60qm, Wohnung kündigen, neue Bleibe suchen, WG oder Wohnung?, woher nehme ich überhaupt das Geld und alles zusammen zehrt dann schon sehr.

Ganz im Nebensatz noch schnell die Tatsache, dass ich letztens aufgelegt habe und es gut sein kann, dass ich wieder regelmäßig/monatlich auflege. Eigentlich voll cool. Zwischen Herzscheisse, Arbeit und Technikfreizeithobby ist da irgendwie kaum Platz dafür. Vor allem, weil ich mit meinen Macken noch mehr zu kämpfen habe. Alleine schon Einschlafen ist ein Problem. Mittlerweile habe ich nochmal 3kg zugenommen, schlafe nur noch 5 Stunden und so langsam nervt es mich.

Ich lese kaum noch Nachrichten, keine Blogs, keine Bücher.

Das hört auf. Seit vorgestern lese ich “Neverwhere” von Neil Gaiman. Außerdem möchte ich mehr Zeit zur freien Einteilung. Für Nina und mich, für die Wohnung aufräumen, für Pfeife rauchen und die nackten Beine ins Gras strecken.

Ab Juli dann so richtig. Davor noch mehr, Heute Abend werde ich erst mal ein Bier trinken gehen und reden. Einfach reden. Ich sein.

Jetzt folgen ein paar Kilometer über Land im Bus zum Seele baumeln lassen. Hoffentlich mit Sitzplatz und klimarisiertem Bus. Draußen hast es nämlich gefühlte 30 Grad.

Entscheidungen

Mai 05, 2010 in Allgemein, Private

Irgendwie ist dies der Frühling der Entscheidungen. Entscheidungen heißt für mich irgendwie alles zu hinterfragen und dann ganz bewusst Dinge zu tun, sich daran mehr zu freuen, weniger mit sich zu hadern. Es heißt auch den einen oder anderen Schmerz zu erleiden. Und irgendwie liegt in dieser Kombi eine ganz eigene Kraft, Energie. Man wird sich bewusster, wenn man eine Entscheidung getroffen hat, die weh tut. Sie macht Platz für Neues, Raum für Veränderung, der bisher nicht da war. Deshalb sind Entscheidungen so wichtig.

Ich habe diese Frühling einige Entscheidungen getroffen bzw. wurden getroffen über die ich keine Gewalt hatte.
Dabei war die Entscheidung erst mal ein bisschen alleine zu wohnen sicherlich die schmerzhafteste.
Nina war die schönste Entscheidung.
Dinge an der Uni einfach mal sein zu lassen und sich “beruflich” stärker für und gegen etwas zu entscheiden war befreiend.
Nicht auf’s WGT fahren zu können war sicherlich auch eine Entscheidung. Schmerzhaft, aber nicht zu ändern. Nächstes Jahr, Leipzig, versprochen.
Die Entscheidung wieder mehr auf Menschen zuzugehen, sich einzulassen war auch wichtig. Auch befreiend. Und manchmal fühle ich mich weniger alleine, gerade an der Uni.
Joggen zu gehen war beruhigend. Nebenbei sehe ich die Natur und erkenne mich besser.
Überhaupt ist Bewusstsein, sich bewusst sein eine zentrale Entscheidung. Was man macht, das macht man richtig oder besser nicht. Altbacken klingt das, aber es ist wohl was wahres dran.

Nina hat mich da an ein tolles Zitat aus dem “Sandman”-Comic erinnert: “Everything changes but nothing is truly lost.” Danke Nina! =)

Einer dieser Tage

Apr 13, 2010 in Allgemein

Heute ist wieder einer “dieser Tage”. Ich habe gut geschlafen, mal keine Nackenschmerzen, alles ist gut, ich habe einen riesen Topf aus Dingen, denen ich meine Aufmerksamkeit widmen kann und ich nichts davon ist so dringend, dass ich es unbedingt machen müsste.
Also eigentlich alles im Lot.
Und trotzdem möchte ich mich heute eingraben, nicht hier an der tristen DH sein. Triste Menschen, triste Gebäude. Die Sehnsucht nach zuhause bleibt.
Ich wüsste nicht, was ich ohne mein Zuhause machen würde. Das wissen, dass ich einen Ort habe, der “mir” gehört (er gehört genau so Nina und dadurch uns, mir fällt nur kein besseres Wort als “gehören” ein), den ich mit dem Menschen teile, den ich liebe, der der Wurzelballen ist, der mich am Boden hält.
Ich weiß nicht, ob andere Menschen sich ähnlich fühlen, aber so gerne ich mich in einer technischen, bebauten, urbanen Umwelt bewege und so verrückt auf Computer, Internet und all so’n Zeug bin, so sehr brauche ich ein “Nest”, das mehr kann als Technik, Beton und so. Mit Platz für Gefühle, Bücher, Musik, Liebe, Leben, Kaffee, Tee und die Füße hochlegen, eine Ratte auf den Schoß nehmen und versuchen nicht in die Finger gezwickt/gebissen (Napfi und Rucola kommen aus dem Tierheim und finden Finger irgendwie schlimm, Handrücken und die Hand an sich nicht) zu werden.
Ich habe so einen Ort, so einen Menschen, mit dem ich den Ort teile, mein Leben teile. Ich bin so froh. So sehr. Allein das Schreiben darüber macht dieses gestresste, gehetzte, unwohlige Gefühl, das mich wieder häufiger beschleicht, wenn ich an der Uni bin, unwichtig, belanglos fast.

Danke an das Nest auf dem Herrenberg, danke an die Frau im Nest auf dem Herrenberg, der mein Herz gehört.

Und danke an mich für die Erkenntnis, das es einfach wichtig ist, manchmal einen Schritt zurück zu gehen, alles zu betrachten als das, was es ist und Dinge als das zu entlarven, was sie sind.

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